The Human Frontier Science Program

Gleich beginnt der Workshop und die Folien zum Vortrag „Funding for international research collaboration and training in the life sciences“ von Guntram Bauer liegen bereits auf.

Der Vortrag soll einen kurzen Überblick über die Forschungsmöglichkeiten im Ausland bzw. Forschungsprogramme geben.

Die 3 Experten werden vorgestellt:

  • Dr. Birgit Klüsener (DAAD)
  • Christian Gast (Marie Curie-Maßnahmen der EU)
  • Dr. Barbara Schelten (Alexander von Humboldt-Stiftung)

Der Vortragende Guntram Bauer ist ausgefallen und so gibt es einen kurzen Überblick über die Folien von der Workshop-Moderatin.

Als nächstes folgt der Vortrag von Frau Dr. Klüsener vom DAAD. Zu Beginn stellt sie den Deutschen Akademischen Auslandsdienst vor und welche Verbreitung er weltweit hat.

Im Anschluss werden die Förderprogramme vorgestellt, beginnend mit den Programmen für Doktoranden. Gefördert werden Kurzstipendien, Jahresstipendien und Fach- & Sprachkurse. Die Kurzstipendien sind jederzeit beantragbar und haben meist eine Bearbeitungsfrist von nicht länger als 3 Monate. Für die Jahresstipendien gibt es feste Termine für Beantragung und Beginn des Aulandsaufenthaltes. In beiden Fällen muss das zu fördernde Projekt durch die Promotion begründet sein, z.B. wenn der Aufenthalt in einer Bibliothek einer ausländischen Universität notwendig ist.

Bei den Postdoktoranden-Programmen gestaltet es sich ähnlich. Es gibt auch hier Kurz- und Jahresstipendien. Die Förderung kann bereits in der Endphase der Promotion beantragt werden, dafür ist lediglich eine Bescheinigung des Doktorvaters notwendig, dass ein erfolgreicher Abschluss zu erwarten ist. Die Promotion muss mit sehr gut abgeschlossen sein. Die Finanzierung kann aber erst nach erfolgreichen Abschluss beginnen. Die Leistungen sind ab 1365 € + Zuschläge aufwärts und teilweise Altersabhängig. Eine altersmäßige Obergrenze für die Finanzierung gibt es aber nicht. Die Auswahlkriterien sind für die zu fördernden Anträge sind

  • Qualifikation (Promotionsergebnis) und Publikationen
  • Qualität & Durchführbarkeit des Forschungsvorhabens (dabei sollte ein Themenwechsel zum eigentlichen Promotionsthema erfolgen)

Zum Abschluss wurde das Sonderprogramm ICSI, welches für Informatiker (und verwandte Gebiete) relevant und erfolgversprechend ist, sowie das Netzwerk GAIN (German Academic International Network).

Aus den anschließenden Fragen ergaben sich noch zwei interessante Hinweise

  • Die Auswahlquote ist ungefähr 1:3.
  • Für das Gastinstitut, also die Forschungseinrichtung im Ausland, ist das Renommee beim Auswahlverfahren relevant.

Im nächsten Vortrag erläuterte Christian Gast die Marie Curie-Maßnahmen der EU. Dabei sein angemerkt, dass es (wie wahrscheinlich für EU-Programme zu erwarten) teilweise unübersichtlich wurde. Transparenz bzw. Verständlichkeit und EU-Programme sind zwei Dinge, die scheinbar nicht zusammen gehören.

Die Förderungsmaßnahmen sind auf die transnationale Mobilität und die individuelle Karriereentwicklung (mit Diversifikation der Forschungsrichtung) ausgerichtet. Doktoranden werden bis 4 Jahre nach der Graduierung und Postdoktoranden ab 4 Jahre nach Graduierung gefördert.

Vorgestellt wurde auch kurz das IEF (Intra European Fellowship) vorgestellt, welches Personengebunden (ähnlich zu bestimmten DFG-Förderungen) ist.

Die weiteren Hinweise haben sich darauf belaufen, dass

  • der Antrag plausibel sein muss,
  • Sprachkenntnisse in der Sprache des Gastlandes nicht Voraussetzung (aber evtl. hilfreich) sind und
  • die Anträge auf Englisch gestellt werden sollten (auch wenn sie grundsätzlich in jeder Sprache möglich sind).

Als Drittes kam dann Frau Dr. Barbara Sheldon an die Reihe, um Einblicke in die Forschungsförderung der Alexander von Humboldt-Stiftung zu geben. Als erstes stellt sie die Stiftung auf eine sehr sympathische Art vor. Gefördert werden durch die Stiftung Personen (keine Projekte) und es gibt eine lebenslange Fördermöglichkeit. Die Wahl des Forschungsvorhabens und Gastgeber ist frei, aber der Gastgeber muss/soll ehemaliger Humboldtianer sein. Der Gastgeber muss einen Beitrag zur Finanzierung leist, wobei die Höhe sehr unterschiedlich ist.

Die lebenslange Fördermöglichkeit wird durch die Instrumente der Förderung von

  • Postdoktoranden (bis 4 Jahre nach Promotion),
  • Nachwuchsgruppenleiter (bis 6 Jahre) und
  • erfahrene Wissenschaftler (bis 12 Jahre)

gefördert.

Zum Schluss wurde noch das Euraxess-Netzwerk vorgestellt, welches Informationen und Beratung für mobile Forscher bieten soll.

Die Bewilligungsquote bei der Humboldt-Förderung liegt derzeit bei ca. 30 %.

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