Nachtrag zum Artikel Open Space

Nachdem Christian bereits einen Überlick und seine Eindrücke zum 1. Dresdner Open Space hier veröffentlicht hat, möchte ich noch einige Ergänzungen aus meiner Perspektive nachliefern. Wie bereits in dem Artikel erwähnt, sollte man sich zu Beginn einen Unbekannten suchen, um mit ihm ein vorgegebenes Thema kurz zu erörtern. Nachdem ich mich kurz gefragt habe, ob es für das eigene Networking sinnvoll wäre, strategisch vorzugehen (also nach einem erfahrenen älteren Ausschau zu halten, der ja tendenziell höher auf der Karriereleiter steht), entschloss ich mich, wie auf einer Party einfach die mir am sympathischsten (und auch noch suchend schauenden) Person zu schnappen. So bin ich bei Lilia gelandet, mit welcher ich dann auch ausführlich diskutierte, wie auf dem Bild aus Christians Post zu sehen ist.

Die Diskussion ging dann irgendwann weg vom führungslosen Unternehmen (unserer eigentlich vorgegebenen Aufgabe) und stärker in Richtung Wissensmanagement, da sie in der HR-Abteilung arbeitet und ihre Diplomarbeit unter anderem über implizites Wissen geschrieben hat. Nachdem eine Kollegin von ihr dazu kam, haben wir uns dann so ins Gespräch vertieft (bzw. „verquatscht“), dass ich prompt bei der ersten Session erst nach der Hälfte eingestiegen bin.

Ich widmete mich dann der Diskussionsrunde zur Entmystifizierung von Enterprise 2.0, fand aber aufgrund einer recht großen Gruppe und meines späten Hinzukommens nicht so recht den Einstieg in die Diskussion.

Thomas Held
Session zum Corporate Tagging beim 1. Dresdner Open Space. Moderation: Thomas Held

In der zweiten (also der Nachmittags-)Session hat dann einer unserer ehemaligen studentischen Mitarbeiter und angehender Diplomand seine Themenidee zum Coporate Tagging zur Diskussion gestellt und moderiert. Die Diskussionrunde war etwas überschaubarer und konnte einige Ideen und Richtungen für Thomas aufwerfen. Einen konkreten Stand oder Ergebnis haben wir allerdings aus meiner Sicht nicht erreicht, was aber durch die fehlende oder unzureichende Fragestellung bedingt war.

Neben den Hinweisen zu den Blogposts bei Dresden Future Forum und Dresden Future Community sei noch angemerkt, dass die Räumlichkeiten sehr schön und das Essen sehr schmackhaft war. 🙂 Als Veranstaltungsform war es für mich neu und dadurch auf jeden Fall interessant. Ist der Neuheitseffekt aber erstmal verpufft, ergeben sich für mich zwei Schlüsse:

  • Man kann die Veranstaltung gut zum Networking nutzen. Hier wäre insbesondere ein Ausbau der Kennlernrunden wünschenswert. Eventuell sollte man mal eine Kennenlernrunde ala Speed Dating ausprobieren.
  • Möchte man inhaltliche Erkenntnisse mitnehmen, sollten die Fragen der Sessions konkreter als „Web 2.0 heute und in 20 Jahren“ formuliert werden und ich würde für mich auf jeden Fall die Formulierung eines eigenen Diskussionsthemas viel höher priorisieren.
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