Informations- und Wissensmanagement im Public Sector

Am 19.06.09 sprach Henning Böske im Rahmen der Praktikervorträge zum Thema Informations- und Wissensmanagement im E-Government. Dabei wurde der Blickpunkt bewusst auf den Public Sector gelegt, um aufzuzeigen, welche Bedarfe und Herausforderungen insb. in der Öffentlichen Verwaltung bestehen und welche Veränderungen insb. die Wirtschaftsinformatik leisten kann.

Herr Böske ist ehemaliger Student der Wirtschaftswissenschaften, Abschluss 1999 der TU Dresden und ist als Unternehmensberater bei IMTB Consulting GmbH tätig. Dort steht die Unternehmensphilosophie im Vordergrund, dass Informationen, Menschen und Technik ständig in Bewegung sind. In den Beratungsprojekten wird deshalb versucht, neben der IT, auch die Organisation und den Menschen mit in die Beratungsdienstleistung (insb. bei Veränderungen) aufzunehmen.

Primäre Projektthemen sind u. a. das Dokumentenmanagement in der öffentlichen Verwaltung (i. S. v. Vorgangsbearbeitungssystemen) und das Vergabe- bzw. Veränderungsmanagement. Somit kann die IMTB Consulting GmbH als Schnittstellenberatung zwischen IT, Verwaltung und Organisationsentwicklung angesehen werden.

In seinem Vortrag ist Herr Böske neben der Vorstellung seiner Person und seines Unternehmens auf die Besonderheiten und auf die begriffliche Vielfalt von E-Government eingegangen und betonte neben dem Fokus der verwaltungsinternen Modernisierung (internes E-Government) auch die Serviceorientierung mittels Web 2.0-Technologien und Prinzipien, die aktuell als E-Government 2.0 diskutiert werden. Darin ist zunehmend der Trend zu erkennen, kollaborative Aspekte der behördlichen Tätigkeit auszubauen und IT-seitig bzw. organisatorisch zu unterstützen. Beispiele dafür gab Herr Böske für die Erstellung/Vorbereitung von Sachverhalten, die als nicht-aktenrelevante Dokumente mittels kollaborativen Werkzeugen wie MS SharePoint® bzw. Alfresco erstellt und schließlich in revisionssichere Umgebungen (E-Akte, IT-gestützte Vorgangsbearbeitung) überführt werden. Dadurch können verwaltungsspezifische Prozeduren (Mit-/Schlusszeichnungen, Archivierung, etc.) eingehalten und nachvollziehbar gemacht werden.

Schlussendlich gab Herr Böske einige Berührungspunkte zur Wirtschaftsinformatik insb. zum Dokumentenmanagement (Aktenmäßigkeit), dem Wissensmanagement (Transparenz des Verwaltungshandels) und zum Web 2.0 (i. S. d. Kollaborationswerkzeuge). Somit gilt der Public Sector als attraktives Betätigungsfeld für Wirtschaftsinformatiker – die Nachfrage nach Lösung insb. für ein funktionierendes Wissensmanagement in der Verwaltung sind riesengroß.

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