„What are you doing?“ im Elfenbeinturm – Microblogging im universitärem Einsatz

(MKWI 2010, Vortragender: Lutz Gerlach)

CommNote kenne ich aus dem Einsatz im Enterprise 2.0. Dieser Vortrag befasst sich mit dem Einsatz vom Microblogging an der Uni, allerdings nicht für Studierende, sondern für das akademische Personal. Da wir uns mit Microblogging am Lehrstuhl auch eine ganze Weile befasst haben (sie zu Hendriks Blog), war ich auf diesen Vortrag besonders gespannt. Zugegeben, den großen Durchbruch hat es nicht gebracht, dennoch war der Vortrag sehr interessant. Vor allem fand ich den Fokus auf die sozialen Prozesse sehr erfrischend. Als Wirtschaftsinformatikerin bin ich selbst oft zu fasziniert von der Technik, sehe nur die Potenziale und nicht die echten Menschen dahinter. In der präsentierten Analyse stand der Nutzer eindeutig im Vordergrund. Es wurden viele praktische Tipps gegeben –  vielleicht sollten wir sie am Lehrstuhl kritisch auswerten und einen neuen Versuch starten? Wie es nun mal in diesem Bereich ist, handelt es sich hier um eine einmalige Case Study. Sicherlich ist hier weitere Forschung notwendig.

Alles in Allem ein sehr interessanter Vortrag (leider fand ich die Vortragsart zu ruhig). Ich werde auf  jeden Fall das Paper genau durchlesen und auch die Methode kritisch betrachten. Kritisch habe ich (und das klang auch aus der Diskussion) einige aus meiner Sicht zu optimistische Aussagen über das Microblogging. Das kann man schwer aus diesem einem Projekt ableiten.

Wie so oft hatte ich das Gefühl, dass die hier vorgestellte Fallstudie etwas unstrukturiert vor sich ging. Ich kenne das, wir machen sowas oft genug – einfach mal ausprobieren, nachher auswerten und schauen was rauskommt. Macht es die ganze Welt so und geht es nicht besser? Oder muss es so sein bei jungen Forschungsfeldern?

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2 Gedanken zu „„What are you doing?“ im Elfenbeinturm – Microblogging im universitärem Einsatz“

  1. Hallo Helena, vielen Dank für das Review unserer Präsentation. Wir würden die geschilderten Microblogging-Erfahrungen nicht „Case Study“ sondern eher „Fallbeispiel“ oder „Erfahrungsbericht“ nennen. Methodisch erfüllen sie nicht den Anspruch an eine „richtige“ Fallstudie, wie wir sie z.B. hier zu Microblogging i.w.S. durchgeführt haben:

    Barnes, Stuart J.; Böhringer, Martin; Kurze, Christian; Stietzel, Jacqueline: Towards an understanding of social software: the case of Arinia, in: Proceedings of the 43rd Hawaii International Conference on System Sciences (HICSS-43), Koloa, Kauai, Hawaii, 05.-08. Januar 2010. Link: http://www.tu-chemnitz.de/wirtschaft/wi2/publications/understanding_social_software.pdf

    1. Hallo Martin,

      danke für die Klarstellung! Stimmt, ich schreibe zu gerne „Case Study“ sobal ein Fallbeispiel unterusucht wurde. Da sollte ich wirklich aufpassen. Danke auch für das Beispielpaper.

      Grüße Helena

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