Rückblick – Wissensmanagement Symposium in Karlsruhe

Guten Tag! Mein Name ist Dada Lin, und dies ist mein erster Blogeintrag hier, in Form eines Crosspostings :-)

Letzten Donnerstag hatte ich die Möglichkeit, am Wissensmanagement-Symposium des AKWM in Karlsruhe teilzunehmen, da meine Diplomarbeit dieses Jahr mit dem dort vergebenen Wissensmanagement-Nachwuchspreis ausgezeichnet wurde. Das Symposium fand im Siemens Industriepark statt, in einer kleinen, aber gemütlichen Location (ca. 120 Teilnehmer).

Das Symposium wurde eröffnet von Bürgermeisterin Margret Mergen. Sie veranschaulichte gut die wachsende Bedeutung des Themas Wissensmanagement, und schlug vor, bei einem zukünftigen Symposium auch mal Wissensmanagement im Zusammenhang mit der Städteentwicklung zu betrachten.

Im Anschluss referierte Prof. Max Otte (sehr bekannt durch seine Bücher z.B. Der Crash kommt) über Informations- und Desinformationswirtschaft in unserer heutigen Gesellschaft. Dabei wies er mit einem eher pessimistischen Blick auf die Dysfunktionalitäten unseres derzeitigen Finanzsystems. Besonders spannend war es zu sehen, wie er den Bogen zwischen den Themenkomplexen Finanzmarkt/Börse und Wissen/Wissensmanagement spannte.

Hans-Peter Schnurr, Dada Lin, Prof. Dr. Rudi Studer

Danach gab Prof. Ronald Maier einen Überblick über die historische Entwicklung von Wissensmanagement, von seinen Ursprüngen in den 50/60ern (Peter Drucker/Penrose) bis zu den heute aktuellen Trends wie Web 2.0. Besonders wertvoll für mich und mein anstehendes Promotionsvorhaben war, dass er am Schluss auch Ansätze zur Standardisierung von Wissensmanagement vorstellte, welche ich teilweise noch nicht kannte. Prof. Maier organisiert übrigens auch die Konferenz „Professionelles Wissensmanagement“ in Innsbruck Februar 2011, auf der wir auch mit einem Workshop vertreten sein werden.

Nach dem Mittagessen konnten man zwischen verschiedenen Workshops wählen. Im ersten von mir besuchten Workshop wurde die Methode „Storytelling“ detailliert vorgestellt (NARRATA). Sehr anschaulich kam dabei rüber, wie sehr sich eine vertraute, würdigende Gesprächssituation von z.B. einer formalen Dokumentation in einer Datenbank unterscheidet.

Der zweite Workshop trug den Titel: „Kreativität, Improvisationsfähigkeit und Innovation mit Elementen aus dem clown- und Improvisationstheater“ (Nees/Daiber). Sehr symphatisch und gut gemacht. Alle Teilnehmer wurden aktiv in Improvisationsaufgaben eingebunden – ich habe die 75 Minuten ohne Unterbrechung durchgelacht. Schön war es zu sehen, wie innerhalb kürzester Zeit durch die verschiedenen Methoden (Stimmungstaxi, Sätze ergänzen, Rollenspiel, im Kreis klatschen, Fantasiesprache improvisiert dolmetschen etc.) das Eis gebrochen und die Stimmung für den Rest des Tages sehr familiär geprägt wurde. Besonders zu Beginn von Konferenzen/Barcamps oder Teambuilding kann ich mir die Methoden sehr gut vorstellen, um Berührungsängste abzubauen und eine offene, kreative Stimmung zu erzeugen.

Die abschließende Keynote hielt Prof. Andreas Dengler (Deutsches Forschungszentrum Künstliche Intelligenz) zum Thema Eyetracking. Wer – wie ich – dazu bisher noch wenig gehört hat, wird über die Möglichkeiten (Bewertung der Relevanz/Kategorisierung des Inhalts von einzelnen Sätzen nach Leseverhalten der User, Einsatz beim Autofahren, Geotagging) beeindruckt bzw. schockiert sein. Sehr sehenswert war auch das opensource Framework „Text 2.0″, welches in einem sehr anschaulichen Video gezeigt wurde.

Insgesamt hat mir die hohe Themenvielfalt und die eher familiäre Atmosphäre des AKWM sehr gut gefallen. :-)

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