Vorbereitung auf das Studium ohne Abitur – Das Projekt E-Stube

Das sächsische Hochschulfreiheitsgesetz räumt beruflich Qualifizierten eine hochschul- und fachgebundene Zugangsberechtigung für einen gewählten Studiengang ein. Damit können sich Facharbeiter mit einer anerkannten abgeschlossenen Berufsausbildung und mehrjährigen Berufserfahrung auch ohne Hochschulzugangsberechtigung für ein reguläres fachbezogenes Hochschulstudium an einer sächsischen Hochschule bewerben.

E-Stube in OPAL

Eine Voraussetzung für den Hochschulzugang für diese Bewerbergruppe ist das Bestehen einer Zugangsprüfung, die aus verschiedenen Teilprüfungen besteht. Dieses soll „…die grundsätzliche Befähigung des Bewerbers…, das Studium nach Maßgabe der Studien- und Prüfungsordnung innerhalb der Regelstudienzeit erfolgreich abzuschließen“ (§17Abs.5 SächsHSFG) nachweisen. Da ein erstes Hochschulstudium nach einer mehrjährigen Berufserfahrung anzugehen eine wichtige Entscheidung ist, benötigt der Interessent/die Interessentin ausführliche Beratung und Begleitung im Vorfeld, während und nach dieser Entscheidung.

Bei einigen sächsischen Hochschulen ist Wahrnehmung eines persönlichen Beratungsgesprächs, das eine einmalige persönliche Kommunikationsgelegenheit für berufstätige Bewerber darstellt, eine zwingende Voraussetzung für die Teilnahme an der Zugangsprüfung. Weitere Zulassungsbedingungen wie die notwendige Berufserfahrung und die Gestaltung der Teilprüfungen werden in den jeweiligen Zugangsordnungen der Hochschulen geregelt. Einige Hochschulen bieten Studieninteressierten Musterprüfungen an, andere haben kostenpflichtige, intensive Vorbereitungskurse auf die eigene Zugangsprüfung konzipiert. Oft bleiben die Kandidaten nach der im Beratungsgespräch erfolgten – groben – Vororientierung selbst bei Wahrnehmung von Prüfungsvorbereitungsangeboten mit vielen nicht prüfungsfachspezifischen Fragen alleine gelassen.

Der Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, insbesondere Informationsmanagement, Prof. Dr. Schoop, an der Technischen Universität Dresden (TU Dresden) hat am 01.07.13 in Zusammenarbeit mit dem Professur für Marketing, insbesondere Multimediales Marketing der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTW Dresden), Prof. Dr. Sonntag, das Projekt „E-Stube: Elektronische Studienbegleitung“ gestartet. Neben der Mitwirkung bei der Durchführung von projektbezogenen Bedarfsanalyse und Evaluation, umfasst seine Rolle in diesem Projekt: die Konzeption der interaktiven Mentoring-Umgebung und ihre technische Umsetzung auf der sächsischen Lehr-/Lernplattform „OPAL“, die Qualifizierung und Vorbereitung der E-Mentoren auf die Begleitungsaufgaben im virtuellen Raum sowie die Erprobung und Anpassung der Mentoring-Umgebung anhand der Evaluationsergebnisse.

Neben Musteraufgaben, Selbsttests und E-Lectures zur Auffrischung des Abiturwissens finden Teilnehmer in der Community die Möglichkeit, sich bereits vor dem Studium zu vernetzen und interaktive Lerngruppen zu bilden. Sie werden dabei von den E-Mentoren, die als direkte Ansprechpartner der Hochschulen zur Verfügung stehen, unterstützt und begleitet. In verschiedenen Fachforen und dem Blog erhalten die Community-Mitglieder wichtige hochschulübergreifende Informationen rund um das Studium und die Schwerpunktfächer Mathematik, Physik, Englisch, Deutsch und Wirtschaftskunde.

Das Gemeinschaftsprojekt wird durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert. Studieninteressierte können sich kostenlos in OPAL registrieren und in den Kurs „E-Stube“ einschreiben.

Weitere Informationen zum Projekt und der direkte Zugang zum Angebot finden sich im Internet unter: www.e-stube.wiim.de

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Veröffentlicht von

Wissam Tawileh

TU Dresden Fakultät Wirtschaftswissenschaften Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik insb. Informationsmanagement

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