Wissensaustausch mit und über digitale Medien in Zentralasien – Teilnahme an der internationalen Summer School Education and Technology in Kirgisistan

Unsere Mitarbeiter Mattis Altmann und Alexander Clauss stellten aktuelle Forschungsthemen der Professur in Bishkek, Kirgistan zur Diskussion. Zum zwölften Mal trafen sich in diesem Jahr Nachwuchsforscher aus aller Welt zur Summer School des internationalen Netzwerks Education and Technology (E&T). Insgesamt 60 Teilnehmer aus 16 Ländern tauschten sich in Bishkek/Kirgistan über aktuelle Entwicklungen im Bereich technologiegestützte Bildung aus.

Besonders hervorzuheben ist der diesjährige Zusammenschluss mit dem neunten DAAD „International Alumni Workshop Education and Technology Transfer“ unter Leitung von Dr. Steffen Kersten. In zwei verschieden Tracks präsentierten die Teilnehmenden aktuelle Forschungs- und Dissertationsthemen und stellen diese zur Diskussion.

Mattis Altmann stellte (leider ohne Hut) in diesem Rahmen die Ergebnisse seiner kürzlich fertiggestellten Masterarbeit zum Thema „Case study design as part of Virtual Mobility regarding international and collaborative learning Arrangements – An Action Research Report“ vor. Alexander Clauss präsentierte den Work-in-Progress-Status einer gemeinsamen Forschungsarbeit mit Anna Leichsenring zum Thema „An essential basis for the iterative development of an innovative platform for the guided competence development of corporate community managers“. Im Anschluss an beide Präsentationen ging die Diskussion zwischen dem Expertenkomitee und den Vortragenden tiefer in das jeweilige Thema. So konnten neuer, konstruktiver und multiperspektivischer Input für die weitere Forschungsarbeit gewonnen werden.

Die Abstracts der Beiträge werden demnächst unter www.edu-tech.eu zur Verfügung stehen.

Begleitet wurde die Summer School von einem vielseitigen kulturellen Programm das unter anderem den Besuch der Kirgisisch-Türkischen Universität Manas sowie einer örtlichen Lebensmittelfabrik in der Nähe von Bishkek beinhaltete.

Erfolgreicher studentischer Beitrag aus Forschungsseminar auf Ge-NeMe Konferenz 2019

Im Rahmen des Forschungsseminars der Professur arbeiten jedes Semester Gruppen von Studierenden an wissenschaftlichen Papers. Ziel ist die Erabeitung einer wissenschaftlichen Publikation, welche im Anschluss auf einer Konferenz eingereicht wird.

Im Fokus des Forschungsseminar stand dieses Mal die 22. Konferenz „Gemeinschaften in Neuen Medien (GeNeMe)“. Im Seminar beforschten Jonathan Kurz und Maria Dörl unter Anleitung von Alexander Clauss inhaltsanalytisch 100 Reflektionsberichte, die von Studierenden nach Abschluss von virtuellen Gruppenarbeiten verfasst wurden. Die Untersuchung wurde durch die folgenden Forschungsfragen geleitet:

  • „Auf welche Kriterien legen die Studierenden bei der virtuellen kollaborativen Zusammenarbeit besonderen Wert?“
  • „Welche Handlungsempfehlungen lassen sich anhand dieser Kriterien zur Verbesserung von virtuellen Lehr- und Lernarrangements für die Kursverantwortlichen ableiten?“

Die Ergebnisse des Beitrages „Kritischer Perspektivenwechsel im virtuellen Klassenzimmer – Charakteristika einer erfolgreichen virtuellen Zusammenarbeit aus Studierendensicht“ weisen darauf hin, dass im gesamten Gestaltungsprozess kollaborativer Lehr-Lernarrangements ein besonderer Fokus auf die Unterstützung der gruppenbezogenen Kriterien gelegt werden sollte.

Die adäquate Umsetzung der abgeleiteten Handlungsempfehlungen kann dazu beitragen, die virtuelle kollaborative Zusammenarbeit der Studierenden zu verbessern und so den Erfolg und die Akzeptanz des Lehr-Lernarrangements steigern. Weiterhin liefern die Empfehlungen einen Rahmen für die Gestaltung von virtuellen, kollaborativen Lehr-Lernarrangements und geben Lehrverantwortlichen deutliche Anhaltspunkte, die in der organisatorischen Kommunikation hervorgehoben werden sollten. Die Ergebnisse zeigen stellenweise deutliche Unterschiede zwischen BA- und MA-Studierenden, die bei der Gestaltung berücksichtigt werden sollten.

Der Beitrag wurde auf der GeNeMe Konferenz angenommen und von Maria Dörl vorgestellt. Dabei lieferte er die Grundlage für eine anschließende tiefgreifende, weiterführende, wissenschaftliche Diskussion.

Delfi in Bremen – Wir stellen uns den Herausforderungen von Learning Analytics

Im stetigen Bestreben unsere Lehrveranstaltung Virtual Collabortive Learning weiter zu entwickeln soll in Zukunft der noch relativ junge Forschungsbereich der Learning Analytics einen Beitrag leisten. Ziel ist es, die Qualität der Lehrveranstaltungen zu verbessern und die Effizienz der persönlichen Betreuung (u.a. durch unsere E-Tutoren) zu steigern.

Delfi in Bremen – Wir stellen uns den Herausforderungen von Learning Analytics weiterlesen

Das Projekt eLSA-WiWi: eLearning Service Ausbau Fakultät Wirtschaftswissenschaften

Der E-Learning-Kompetenzknoten Wirtschaftswissenschaften ist bereits eine fest etablierte Anlaufstelle für die Nutzung des Lernportals OPAL durch Lehrende und Lernende. Er soll im Rahmen des Projektes eLSA in Abstimmung mit den zentralen Diensten des Medienzentrums um zwei Service Funktionen für Lehrende an der Fakultät ausgebaut werden:

  1. Erstellen von eLectures (multimedialer Mitschnitt von Präsenzveranstaltungen)
  2. Aufbereitung vernetzter multimedialer Selbstlernmaterialien für rechnergestützte Übungen

Das Projekt eLSA-WiWi: eLearning Service Ausbau Fakultät Wirtschaftswissenschaften weiterlesen

LSWIIM goes twitter

Unser Lehrstuhlblog wird in wenigen Tagen die 1000-views-Marke überschreiten. Wir freuen und über das Interesse an unseren Posts. In der Zukunft möchten wir noch aktiver über das Geschehen an unserem Lehrstuhl informieren. Dafür haben wir bei twitter einen Lehrstuhl-tweet eingerichtet. In diesem tweet möchten wir vor allem über die Forschung am Lehrstuhl informieren. Wir werden den tweet nutzen um auf aktuelle Publikationen des Lehrstuhl hinzuweisen, um über Forschungs- und Transferprojekte zu informieren und auf interessante Vorträge hinzuweisen. Wir möchten mit unserem tweet vor allem (potenzielle) Partner – sowohl Unternehmen als auch Forscher – ansprechen, sowie alle, die sich für unsere Forschungsinteressen und -tätigkeiten interessieren. Alle, die sich unser Gefolgschaft anschließen möchten, sind herzlich willkommen!

Vortrag vom Bundesminister Wolfgang Tiefensee an der TUD

Am 17.02.2009 fand an der TU Dresden ein Vortrag vom Bundesminister Wolfgang Tiefensee zum Thema „Wirtschaftlicher Erfolg durch Kooperation von Forschung und Unternehmen“. Da dieses Thema (gut, zumindest der Titel) meine Doktorarbeit direkt betrifft (mehr zu meinen Forschungsfeldern, mehr zu meiner Doktorarbeit), habe ich mir den Vortrag angehört. Ich fasse mal kurz zusammen: Es ist wichtig, dass die Hochschulen mit (kleinen und mittelständischen) Unternehmen zusammenarbeiten. Es ist auch wichtig, dass die innovativen Ideen aus den Hochschulen ihren Weg in die Wirtschaft finden. Ja, Ostdeutschland hat besondere Bedürfnisse, hier wird aber einiges schon getan. Man muss stark sein und in die Zukunft blicken. Und man muss mit anderen zusammenarbeiten – dann werden wir es schaffen. Vortrag vom Bundesminister Wolfgang Tiefensee an der TUD weiterlesen

Design Science bei der Schwester der Wirtschaftsinformatik – Teil 1

Leider ist man auch als Forscher oder Wissenschaftler vor falscher Selbsteinschätzung nicht gefeit, was dazu führen kann, dass man sich über- oder unterschätzt. Dies kann wiederum bedeuten, dass man bei Überschätzung etwas als Forschungsbeitrag postuliert, was bestenfalls eine Beratungstätigkeit oder argumentierte Ideefindung oder Ähnliches ist und bei Unterschätzung, dass man etwas nicht publiziert oder bis zum Ende verfolgt, weil man es für trivial hält.

Design Science bei der Schwester der Wirtschaftsinformatik – Teil 1 weiterlesen

Wir über uns – die Mitarbeiter stellen ihre Forschungsinteressen vor

Am Dienstag, den 20.01.2009, haben Peter, Christian, Hendrik und ich die Gelegenheit ergriffen, uns bei den Studenten im Hauptstudium zu präsentieren. Mit einem kurzen Vortrag zu den Forschungsgebieten des Lehrstuhls hat Hendrik den Rahmen gespannt und dann hat jeder von uns über die persönlichen Forschungsinteressen erzählt. Die Reaktion der Studenten (es war in der Übung zu Unternehmenskommunikation) waren eher zurückhaltend, aber zumindest nicht negativ. Wir hoffen, dass sich der eine oder die andere auf uns erinnern, wenn sie ein passendes Thema für die Seminar-, Studien- oder Diplomarbeit suchen.
Für alle, die nicht dabei waren, haben wir hier die Folien zur Verfügung gestellt. Über Fragen oder Anregungen freuen wir uns natürlich jederzeit :-).
Wir über uns – die Mitarbeiter stellen ihre Forschungsinteressen vor weiterlesen

Was ist „wissenschaftlich“?

Als wissenschaftlich werden solche Aussagen bezeichnet, bei denen man den Wahrheitswert feststellen kann. Also solche, die als „wahr“ oder „falsch“ bezeichnet werden können.

Eine wissenschaftliche Aussage muss des Weiteren folgende Kriterien erfüllen:

  • Eine Aussage muss empirisch (d.h. an der Wirklichkeit) überprüfbar sein. Es muss möglich sein eine Aussage zu verifizieren (bestätigen) oder zu falsifizieren (ablehnen).
  • Es muss möglich sein, die Aussagen von vorhandenen Prämissen oder Axiomen logisch richtig abzuleiten.
  • Die Aussage muss in ihrer Gesamtheit widerspruchsfrei sein. Sie darf nicht aus zwei Aussagen bestehen, die sich gegenseitig widersprechen. Auch darf sie keine sich widersprechende Aussage beinhalten.
  • Eine Menge wissenschaftlichen Aussage muss Systematisiertheit aufweisen. Die enthaltenen Aussagen erfordern einen Klassifikations- und Begründungszusammenhang.
  • Um die oben genannten Kriterien zu erfüllen, muss eine Aussage auch verständlich sein. Hier wird eine größtmögliche Präzision der sprachlichen Ausdrücke gefordert.

Die oben genannten Kriterien beziehen sich auf die Ergebnisse wissenschaftlicher Arbeit. Man kann aber auch die Wissenschaftlichkeit der Arbeitsprozesse selbst sowie der Arbeitshaltung betrachten. Hier sollten folgende Kriterien beachtet werden:

  • Vorurteilsfreiheit, d.h. es darf nichts, was zum Gegenstandsbereich des betroffenen Wissenschaft gehört, grundsätzlich ausgeschlossen werden
  • Öffentlichkeit, d.h. die Zugänglichkeit der Wissenschaft für Kritik
  • Provisorische Gültigkeit, d.h. keine wissenschaftliche Aussage darf als endgültig betrachtet werden
  • Konditionalität, d.h. die Voraussetzungen und Bedingungen, unter denen eine Aussage gültig ist, müssen explizit genannt werden

Als nicht-wissenschaftlich gilt alles, was die obigen Kriterien nicht erfüllt. Dabei ist die Bezeichnung „nicht-wissenschaftlich“ kein Werturteil. Nicht-wissenschaftliche Forschungs- oder Beratungstätigkeit hat ihre Bedeutung und ihren Wert. Dagegen ist der Begriff unwissenschaftlich mit einem Werturteil verbunden. Als unwissenschaftlich werden nicht-wissenschaftliche Haltungen/Einstellungen/Vorgehensweise/Arbeitsergebnisse bezeichnet, wenn sie einen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erheben.

(Quelle: Heinrich, L.J. (1993), Wirtschaftsinformatik – Einführung und Grundlegung, Oldenbourg Verlag, München, Wien. S. 62-66)