Spannende MKWI2016

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Vorstellung des Beitrags „Krisenkommunikation 2.0: Potenziale und Risiken am Beispiel des Elbehochwassers 2013 in Dresden“ am letzten Tag der MKWI2016 in Ilmenau.

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SocialNetworkingMirror (TM) – Einsatz halböffentlicher Touchscreens als ubiquitäre Benutzungsschnittstelle für Social Networking Services

(MKWI 2010, Vortragender: Florian, Ott)

Die Arbeit der Autoren stellt sich dem Problem der Partizipation in Social Networking. Es zeigt sich, das in SNS existierende Kontakte einfach „digitalisiert“ werden – es werden also weniger neue Kontakte, anhand von Kompetenzen neu geknüpft. Auch erfolgt die Kontaktaufnahme eher „abgekapselt“ und asynchron. Das Autorenteam versucht Social Networking wieder zu einem zwischenmenschlichen Geschehen zu machen, durch den Einsatz von Touch Screens. Die Kontaktaufnahme soll dabei abseits des Arbeitsplatzes stattfinden, im Rahmen vom informellen Austausch. Das klingt ein wenig futuristisch. Das Team hat ein solches SocialNetworkingMirror bei der Webinale 2009 als Feldtest eingesetzt. Dieser Test zeigte, dass Interesse vorhanden war und scheinbar auch zum verstärkten Interesse am Social Networking geführt hat. Florian Ott präsentierte interessante Fragen, die das Team bewegen, z.B. Frage der Usability (wie soll diese definiert werden? wie misst man sie?) Auf jeden Fall ein interessanter Einblick. Was bei mir hauptsächlich blieb war der Wunsch, so ein Mirror selbst auszuprobieren :-).

eLectures: Vom Nebenprodukt zum strukturierten Blended Learning Arrangement

Sylvie Meyer und ich stellten am Dienstag, 23.02.2010 bei der MKWI 2010 Göttingen einen Beitrag über den Einsatz von eLectures am Lehrstuhl für Informationsmanagement vor. Die Diskussion fanden wir zu Tool-fokussiert. Dennoch bekamen wir einige interessanten Anregungen für weiteres Vorgehen.

Einsatz und Nutzung von Social Software in kooperativen Forschungsprojekten

(MKWI 2010, Vortragender: Christoph Lattemann)

Das Ziel des Beitrags (Volltext hier) war es zu analysieren, in wie fern Social Software in Forschungsprojekten eingesetzt wird. Erfahrungen aus durchgeführter Meta-Analyse bei Unternehmen zeigt, das Unternehmen meist Blogs und Wikis nutzen. Wie sieht es in der Forschung aus? Der Beitrag reiht sich somit in die collaboratory-Forschung. Es handelt sich dabei um eine deskriptive Untersuchung. Der Begriff „Forschungsprojekte“ wird als Forschungsverbundsprojekt bei DFG operationalisiert. Aus dieser Population wurde eine Zufallsstichprobe von 584 Projekten gezogen, brauchbare Fragebogen am Ende betrugen 84 (finde ich recht wenig – Schade). Die Autoren kommen zu interessanten (wenn nicht ganz überraschenden) Ergebnissen. Der Beitrag zeigt klar, dass wir hier am Anfang der Forschung stehen. Den Autoren waren die Grenzen ihrer Untersuchung klar. Die Diskussion hat stark die Mängel oder besser gesagt fehlende Informationen Studie kritisiert. Das sah ich ein wenig anders: Die Studie, als Online Umfrage, war sicherlich nicht das ideale Instrument, aber es was ein Einfang und ein Sicht. Sicherlich muss sie weiter Ergänzt werden durch weitere Forschung, sowohl qualitativ als auch quantitativ.

Liefert auf jeden Fall interessante methodische sowie inhaltlich Ansätze. Kann ich nur empfehlen

„What are you doing?“ im Elfenbeinturm – Microblogging im universitärem Einsatz

(MKWI 2010, Vortragender: Lutz Gerlach)

CommNote kenne ich aus dem Einsatz im Enterprise 2.0. Dieser Vortrag befasst sich mit dem Einsatz vom Microblogging an der Uni, allerdings nicht für Studierende, sondern für das akademische Personal. Da wir uns mit Microblogging am Lehrstuhl auch eine ganze Weile befasst haben (sie zu Hendriks Blog), war ich auf diesen Vortrag besonders gespannt. Zugegeben, den großen Durchbruch hat es nicht gebracht, dennoch war der Vortrag sehr interessant. Vor allem fand ich den Fokus auf die sozialen Prozesse sehr erfrischend. Als Wirtschaftsinformatikerin bin ich selbst oft zu fasziniert von der Technik, sehe nur die Potenziale und nicht die echten Menschen dahinter. In der präsentierten Analyse stand der Nutzer eindeutig im Vordergrund. Es wurden viele praktische Tipps gegeben –  vielleicht sollten wir sie am Lehrstuhl kritisch auswerten und einen neuen Versuch starten? Wie es nun mal in diesem Bereich ist, handelt es sich hier um eine einmalige Case Study. Sicherlich ist hier weitere Forschung notwendig.

Alles in Allem ein sehr interessanter Vortrag (leider fand ich die Vortragsart zu ruhig). Ich werde auf  jeden Fall das Paper genau durchlesen und auch die Methode kritisch betrachten. Kritisch habe ich (und das klang auch aus der Diskussion) einige aus meiner Sicht zu optimistische Aussagen über das Microblogging. Das kann man schwer aus diesem einem Projekt ableiten.

Wie so oft hatte ich das Gefühl, dass die hier vorgestellte Fallstudie etwas unstrukturiert vor sich ging. Ich kenne das, wir machen sowas oft genug – einfach mal ausprobieren, nachher auswerten und schauen was rauskommt. Macht es die ganze Welt so und geht es nicht besser? Oder muss es so sein bei jungen Forschungsfeldern?

Ein generisches Framework zur Erstellung von argumentationsunterstützenden Systemen

(MWKI 2010, Vortragender: Frank Loll)

Aufbauend auf einer breiten Analyse existierender argumentationsunterstützender Systeme haben die Autoren versucht ein generisches Framework für solche Systeme zu entwerfen. Der Fokus liegt dabei auf dem Erlernen von Argumentation (Projekt LASAD).

Das Thema war für mich vollständig neu. Ich habe zwar bereits ähnliche Systeme getroffen, aber mich nie mit ihnen, geschweige dann ihrem Einsatz in der Lehre (oder Forschung, Idee von Fr. Back bei der Diskussion, auch Hinweis zu den Parallelen mit Atlas.TI aus dem Publikum) auseinandergesetzt. Hier gibt es sicherlich Potential. Ähnlich wie mir ging es scheinbar vielen im Publikum – zumindest kam die Diskussion nicht so richtig ins Rollen. Auf jede Fall sehr anregen, danke!

Entwicklung und Anwendung eines Internetwerkzeugs zur Generierung von Forschungsportalen

.(MKWI 2010, Vortragender: Lukasz Lis)

Die kollaborative Forschung und Austausch zwischen Wissenschaftlern gewinnt heutzutage an Bedeutung. Jörg Becker, Ralf Knackstedt, Lukasz Lis und Armin Stein haben sich in diesem Zusammenhang mit den Möglichkeiten zur Unterstützung von Forschungskollaboration mithilfe von Forschungsportalen befasst. Sie haben in diesem Zusammenhang die Funktionalitäten von Forschungsportalen angeschaut und diese im Form eines Referenzmodells angeschaut. Anhand ihrer Ergebnisse entwickelten sie yourResearchPortal.com, eine Plattform zur Implementierung und zum Betrieb von Forschungportalen.

Das Thema fand ich sehr interessant, auch gut vorgetragen. Interessant fand ich vor allem die im Diskussion angesprochene praktische Themen. So ist die Frage der Akzeptanz und Nutzungsintensität auch hier kritisch. Das Projekt wendet sich an eine existierende Community und muss daher nicht zuerst ein Publikum überhaupt schaffen.